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Letzte Aktualisierung:

03. November 2017


 
 
 

 

Armenien 


 

 


AUF EINEN BLICK

Die Wiege des Christentums und ein noch unbekanntes Land jenseits des schneebedeckten Kaukasus. Armenien, ein Land mit uralten Kulturschätzen und der offiziell erste christliche Staat der Welt. Wie kein anderes Land dieser Region liegt Armenien genau zwischen der geographischen, politischen und wohl auch kulturellen Grenze zwischen Europa und Asien, zwischen Christentum und Islam. Entdecken Sie die Klöster Sanahin und Haghpat (UNESCO Weltkulturerbe), die Hauptstadt Eriwan (eine der ältesten Städte der Welt), und das Kloster Khor Virap mit seinem atemberaubenden Blick auf den biblischen Berg Ararat.  


Geschichte

Armenien liegt im östlichen Teil Kleinasiens. Seine Fläche beträgt ca. 340.000 km 2. Der heilige Berg Ararat war und bleibt bis heute das bekannteste und beliebteste Symbol Armeniens. Die günstigen geografischen Bedingungen des Armenischen Hochlandes gaben den Armeniern die Möglichkeit, bereits in frühen Zeiten ein hohes Lebensniveau zu erlangen.

Die Armenier verbinden ihre Abstammung mit dem legendären Stammvater Hayk und rechnen ihre Geschichte seit dem Tag, als Hayk mit seinem Pfeil das Herz des Tyrannen Bel von Babel traf, der ihn tötete und dadurch die Freiheit und Unabhängigkeit Armeniens gewährleistete. Die Armenier nennen sich nach ihrem Stammvater Haj und ihr Land Hajastan. Die intensive politisch-gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung des armenischen Volkes, die im 3. Jahrtausend v. Ch. begann mündete im 9. Jahrhundert v.Chr. im mächtigen Königreich Araratjan mit der Hauptstadt Tuschpa (heute Wan in der Türkischen Republik). Dieser armenische Staat, der ca. 300 Jahre (vom 9. bis zum 6. Jahrhundert v.Chr.) einer der großen Staaten des Alten Orients war, ist als unter dem Namen Urartu bekannt.

Etliche Dynastien folgten in den Jahren zwischen 189 und der Zeitwende. In dieser Epoche erreichte Armenien gesamtgeschichtlich seinen Machtgipfel. Im Jahre 170 v.Chr. gründeten die armenischen Könige Artasches (190 – 159) die  neue Hauptstadt Armeniens Artaschat am Fluss Araks in der Nähe des heutigen Jerewan. Der "König der Könige", Tigran II., der Große (95 – 55 v.Chr.), der berühmteste und wohl auch mächtigste in der Geschichte der armenischen Könige, gründete im Jahre 77 v.Chr. neben dem bereits existierenden Artaschat eine zweite Hauptstadt namens Tigranakert (in der Nähe der heutigen Stadt Diarbekir in der Türkei). Das armenische Königreich, das in 120 Provinzen unterteilt war, erstreckte sich von den Ufern des Kaspischen Meeres bis Palästina.

In dieser Zeitepoche zwischen 65–428 n. Chr. (Arschakuni Dynastie) fanden fundamentale Veränderungen im geistigen und kulturellen Leben des armenischen Volkes statt. Im Jahr 301 erklärte der König Trdat der Große (287–330 n. Chr.) das Christentum zur Staatsreligion Armeniens, was das Land zum ersten staatlich erklärten christlichen Land der Welt machte. Anfangs des 5. Jh. entwickelte der Wissenschaftler und Mönch Mesrop Maschtoz (361–440) die armenische Schrift mit 36 Buchstaben, die in den darauf folgenden Jahrhunderten durch drei Buchstaben erweitert worden ist. Das armenische Alphabet verwendet man unverändert mit den 39 Buchstaben bis heute. Siehe dazu auch http://de.wikipedia.org/wiki/Armenisches_Alphabet.

Zwischen 428 und 885 kam Armenien unter persische, byzantinische und schliesslich arabische Herrschaft und verlor dadurch seine Unabhängigkeit, behielt aber seine religiöse und kulturelle Selbständigkeit. In den folgenden Jahrhunderten schuf das armenische Volk zahlreiche Kulturschätze, welche das spätere geistige und kulturelle Leben der Armenier stark prägten. Sie begannen mit einer intensiven Übersetzung von klassischen Werken (darunter auch die Bibel) ins Armenische.

Im 7. Jh. blühte die armenische Architektur, insbesondere die kirchliche Architektur. Im 9. Jahrhundert  stellten die Armenier ihr Königreich wieder her (Bagratuni Dynastie) welches bis ins 11. Jh reichte. Armenien war damals ein wirtschaftliches und kulturelles Zentrum, das sich sehr schnell entwickelte, obwohl es 250 Jahre unter arabischer Unterdrückung litt. Im Jahre 1045 fiel das zentrale Bagratuni-Königreich in Ani, jedoch konnten sich andere kleinere armenische Königreiche noch länger behaupten.

Vom 11. bis 13. Jahrhundert gab es eine grosse Auswanderungswelle bei den Armeniern, die zusammenhing mit der Invasionen durch die Mongolen-Tataren. Zwischen 1080 und 1375 entstand im südöstlichen Kleinasien, an der Mittelmeerküste, ein armenischer Staat Kilikien. Er umfasste 40.000 km. Seine Hauptstadt war Sis, in welcher drei königliche Dynastien herrschten. Diese Zeit wird als die Armenische Renaissance bezeichnet, bekannt für seine Kultur, Handelsstädte, Festungen, Kirchen, Wissenschaften und seine Kunst. Die kilikisch-armenischen Städte waren jahrhundertelang die lebendige und sichere kulturelle und kommerzielle Brücke zwischen Europa, Asien und Afrika. Nach dem Sturz des letzten armenischen Königreiches in Kilikien im Jahre 1375 konnten sich jedoch einige armenische Adelsfamilien eine halbunabhängige Existenz bewahren. Seit dem Verlust des letzten Königreiches bis in die Gegenwart kämpfe das armenische Volk um die Wiederherstellung der Eigenstaatlichkeit. Obwohl nach dem Verlust des letzten Königreiches im 14. Jahrhundert Armenier jahrhundertelang als Untertanen fremder Herrschaften lebten, verloren sie nie ihre nationalen Eigenschaften.

Im September 1991 erklärte Armenien seine Unabhängigkeit. Als Resultat der wechselhaften Geschichte des Landes bleiben aber noch gewisse territoriale Frage ungeklärt.


Sprache, Gesellschaft und Religion

Armenisch gehört zur indoeuropäischen Sprachfamilie. Das Neuarmenisch lässt sich in zwei Formen unterteilen: Ostarmenisch und Westarmenisch. Diese unterscheiden sich wesentlich in der Aussprache und im Wortschatz, zum Teil auch in der Grammatik. Ostarmenisch ist heute die offizielle Sprache der Republik Armenien und wird auch von der armenischen Sprachgemeinschaft im Iran gesprochen. Westarmenisch, welches ursprünglich von den Armeniern im Osmanischen Reich gesprochen wurde, ist heute in der Türkei in grossen Teilen der weltweiten armenischen Diaspora verbreitet. Die Armenier haben den Ruf, sich schnell an die wechselnden Lebensbedingungen anzupassen. 

 

Sitten und Bräuche

Die armenische Familie, welche starke patriarchale Züge aufweist, zeichnet sich durch festen Zusammenhalt der Familie aus und besteht oft aus drei Generationen, die alle unter einem Dach leben. Grosser Zusammenhalt zwischen den Generationen ist üblich bei den Armeniern. Gastfreundschaft ist ein besonderes Merkmal der Armenier.  


Armenien heute

Dank Perestroika und Glasnost in der Sowjetunion begann in Armenien Ende der 80er Jahre die demokratische Bewegungen. Nach dem Zusammenbruch der UdSSR wurde in Armenien am 21. September 1991 eine Volksabstimmung durchgeführt, die zur Unabhängigkeit Armeniens führte. Am 6. Oktober 1991 wurde Levon Ter-Petrosjan zum ersten Präsidenten der Republik Armenien gewählt.

Seit 2008 ist Serge Sargsyan der amtierende Staatspräsident der Republik Armenien. Das Parlament wird alle vier Jahre gewählt. Nach der letzten Wahl im Mai 2007 besteht das Parlament aus 5 Parteien. Armenien ist Mitglied in verschiedenen internationalen Organisationen, u.a. Vereinten Nationen, OSZE, Europarat, NATO-Partnerschaft für den Frieden, Welthandelsorganisation.  


Klima

Das Territorium der Republik Armenien liegt in den Subtropen, durch die beträchtlichen Höhenunterschiede und die kleinteilige Landschaft ergeben sich jedoch unterschiedliche lokale Klimata. Einerseits wirken die nahen Meere (Schwarzes Meer und Kaspisches Meer) ausgleichend, andererseits begünstigen die Hochgebirge der Umgebung extreme Schwankungen. Die Mittagstemperaturen im Sommer liegen oft über 30 °C. In den Bergen ist es insgesamt etwas kühler und an der Grenze zum Iran subtropisch und sehr trocken. Die besten Reisezeiten sind Frühjahr und Herbst. Der Herbst kann bis weit in den November angenehm warm sein. Zwischen Dezember und Februar sind kältere Temperaturen zu erwarten (wenig Schnee und trocken).  


Kleidung

In Armenien gibt es keine Kleidungsvorschriften. Es sind aber auf jeden Fall bequeme Kleidung, gute Schuhe und wegen der oft kühlen Witterung im Hochland auch ein Pullover oder eine Jacke zu empfehlen. Kurze Hosen bei Männern wird von vielen Armeniern als lächerlich betrachtet. Beim betreten einer Kirche sollte man sich bedecken, nackte Arme oder Beine sind nicht passend.  


Bevölkerung

Die Armenier sind ein Volk, welches aufgrund tragischer, geschichtlicher Ereignisse in der ganzen Welt verstreut leben. Zurzeit leben ungefähr 3,5 Mio. Armenier in der Republik Armenien (davon ca. 1,3 Mio. in der Hauptstadt Jerewan). 97,9% sind Armenier, 1,3% jesidische Kurden und 0,5% Russen. Ungefähr 5,5 Millionen Armenier leben in der Diaspora.  


Währung

Der Dram ist die Währung Armeniens, welches 1993 eingeführt wurde. Im Zentrum von Jerevan kann man vielerorts mit Kreditkarten (u.a. Mastercard) Geld von Bankautomaten abheben. Dennoch gilt der Dollar nach wie vor als zweite Landeswährung. Es ist also vorteilhaft, immer kleine, möglichst neue Dollarnoten bei sich zu haben. 


Visa und Dokumente

Schweizer Bürger benötigen einen gültigen Reisepass, der mindestens sechs Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig ist, und ein Visum. Wir übernehmen gerne die Einholung des Visums für Sie.  


Weitere Informationen

Botschaft und Konsulat
28, avenue du Mail
1205 Geneva
Tel: 022 320 11 00 / Fax: 022 320 61 48
E-Mail: embassy@armenian.ch ; www.armenian.ch